
Mit dem Begriff Psychoedukation wird die Aufklärung über ein Krankheitsbild und die Schulung im Umgang damit beschrieben.
Psychoedukation für Betroffene
Psychoedukationsgruppen sind störungsspezifisch. Den Betroffenen werden Informationen über das Störungsbild (z.B. Depressionen, Angststörungen etc.) und Therapiemöglichkeiten gegeben. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unterstützung von Betroffenen und dem Gruppenleiter. Dabei wird auch aufgezeigt, inwieweit Einflussmöglichkeiten auf den Krankheitsverlauf bestehen und dadurch die Fähigkeiten zur Selbsthilfe gestärkt.
Nutzen
Schon die Erfahrung "Du bist nicht allein", das Verständnis füreinander innerhalb der Gruppe wird oftmals als emotional entlastend erlebt. Zu sehen, dass andere, die man durchaus als kompetent, liebenswert und erfolgreich einschätzt, in eine ähnliche Krise bzw. Situation geraten sind, verringert häufig eigenen Zweifel und negative Gefühle. Die Möglichkeit, von anderen Betroffenen zu lernen - Sichtweisen und Lösungen auf die eigene Situation zu übertragen - ist einer der Vorteile psychoedukativer Gruppen.
Psychoedukation für Angehörige
Angehörige von Menschen mit psychischen Problemen sind indirekt auch betroffen, die Belastungen sind teilweise enorm. Bei dem Versuch, den Betroffenen zu unterstützen, überfordern sich Angehörige oftmals und es kommt zu Konflikten. Zeichen der Überforderung, wie Gereiztheit und Aggressivität dem Erkrankten gegenüber, können zu Schuldgefühlen führen. Aus Rücksicht reduzieren viele Angehörige ihre Aktivitäten außer Haus. Infolge fehlen "Auszeiten" und somit Erholungsmöglichkeiten.
Auch in Psychoedukationsgruppen für Angehörige werden Informationen zum Störungsbild und deren Behandlungsmöglichkeiten vermittelt. Zusätzlich werden Verhaltenstrategien im Umgang mit den Betroffenen gemeinsam mit der Gruppe und dem Therapeuten erarbeitet und in Verhaltensübungen erprobt.
Nutzen
Auch hier wirkt der Kreis ähnlich Betroffener emotional entlastend. Gefühle - wie die eigene Betroffenheit und Erschütterung - können offen angesprochen werden und treffen hier auf Verständnis. Das Aussprechen der eigenen Gefühle ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass sich das meist angespannte Familienklima wieder entspannen kann. Die innere Einstellung der Angehörigen und in Folge auch der Umgang mit dem Erkrankten kann sich verändern. Es besteht die Chance, dass die Angehörigen die gesunden Anteile des Patienten wieder wahrnehmen können.
Gruppengröße: min. 4 Teilnehmer, max. 8. Teilnehmer
Dauer: 6- 8 Sitzungen von 90 Minuten, anfangs 14tägig - im weiteren Verlauf monatlich
Ort: Kaiserswerther Strasse 45, 40477 Düsseldorf
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