Systemische Therapie

WENDENBURG - Psychotherapie, Düsseldorf
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Systemische Therapie

Unter dem Begriff System versteht man  „die Gesamtheit von miteinander verbundenen Teilen“. Jedes System besteht aus Elementen, die zueinander in Beziehung stehen und sich gegenseitig beeinflussen. Die Familie ist das soziale System, mit dem wir am besten vertraut sind.

Basis der systemischen Perspektive ist die Betrachtung der Wechselwirkung zwischen biologischen und psychischen Eigenschaften und den sozialen Rahmenbedingungen eines Individuums.  Das heißt konkret: seelische Probleme und psychische Störungen einzelner Personen werden im Zusammenhang mit dem jeweiligen sozialen Umfeld - Familie, Schule, Beruf u.a. – gesehen. Der Blick ist daher nicht nur auf den Betroffenen - den sog. Symptomträger - gerichtet, sondern auf das gesamte Lebensumfeld.

Nachfolgend ein Beispiel: Ein Kind wird von seinen Mitschülern häufig geärgert und nicht akzeptiert. Darauf reagiert das Kind mit Rückzug oder Aggression. In der Familie wird das veränderte Verhalten als schwierig bezeichnet, was wiederum das vom Kind entwickelte negative Selbstbild bestätigt. Das betroffene Kind entzieht sich mehr und mehr und bindet dadurch - meist ungewollt - zunehmend die Aufmerksamkeit der Eltern. Andere Geschwisterkinder fühlen sich infolge weniger wichtig und entwickeln – auch meist unbewusst - ebenfalls „auffällige“ Verhaltensweisen, um wahrgenommen zu werden. Die Eltern fühlen sich irgendwann überfordert,  beginnen möglicherweise mit gegenseitigen Schuldzuweisungen, in der Partnerschaft beginnt es zu kriseln. Die erlebte Überforderung wirkt sich auf die berufliche Leistungsfähigkeit aus…ein Teufelskreis aus negativen Wechselwirkungen.

Die Probleme eines Einzelnen in seinem jeweiligen sozialen Umfeld (in dem Fall das Kind in der Schule) haben somit – meist unerkannt - Auswirkung auf andere Beziehungskonstellationen (Geschwister, Elternpaar etc.). Somit entsteht ein sich wechselseitig beeinflussender Kreislauf bestehend aus Reiz und Reaktion, indem Ursache und Wirkung nicht mehr isoliert werden können.

Aus dieser Betrachtungsweise resultieren die systemischen Methoden. Beispiele hierfür sind u.a.:

  • Zirkuläres Fragen:
    "Was glauben Sie, wie ihr Sohn sich fühlt, wenn er seine Eltern streiten sieht?"
    Ziel ist, die Gefühle und Reaktionen, die Person A in Folge des Verhaltens von Person B entwickelt vom Standpunkt eines Dritten (Person C) zu erfragen.

  • "Refraiming" (Umdeuten): wenn ich ein und dasselbe Bild in zwei verschiedenen Rahmen an die Wand hänge, wird es unterschiedlich wirken. Genauso können auch Situationen und Herausforderungen in einem anderen Rahmen betrachtet werden.
    Ziel ist, die Bedeutung des Geschehens zu verändern.

  • Aufstellungsarbeiten = Gestalterische Darstellung einer Situation bzw. eines Problems.
    Dies kann mit den beteiligten Personen selbst (z.B. jedes Familienmitglied, Teammitglieder) oder auch mit Substituten (Plüschtieren, geometrischen Figuren oder anderen Symbolen) erfolgen.
    Unter therapeutischer Begleitung wird nach Zusammenhängen, emotionalen Verstrickungen und unterdrückten Konflikten gesucht.

Wir als Therapeuten möchten Sie darin unterstützen Blockaden in Ihren jeweiligen Bezugssystemen zu erkennen, neue Perspektiven und zufriedenstellende zwischenmenschliche Beziehungen zu entwickeln und zu stärken.