Hypnotherapie

Der Begriff Hypnotherapie und der Name Milton H. Erickson werden meist in einem Atemzug genannt; er gilt als Begründer der modernen Hypnotherapie. Milton war der Überzeugung, dass das Unbewusste eine Quelle an Ressourcen und Kreativität ist und widersprach so der Annahme Freud’s, beim dem das Unbewusste vor allem die Funktion von Ablehnung und Verdrängung hatte.

Die sog. hypnotische Trance bezeichnet einen Bewusstseinszustand, der durch vorübergehende geänderte Aufmerksamkeit und meist tiefe Entspannung gekennzeichnet ist. Während dieses Zustandes kann der Klient sich weiterhin willentlich bewegen und sprechen.
Während sich der Klient in hypnotischer Trance - also im Zustand tiefer Entspannung - befindet, nutzt der Therapeut Metaphern, Sprachbilder, Analogien und Wortspiele, um bei dem Klienten neue Ideen und Lösungsmöglichkeiten für seine Probleme anzuregen. Die Kontrolle darüber, welche dieser Ideen er annimmt und wie er sie nutzt, bleibt dabei vollkommen beim Klienten.

Wir nutzen hypnotherapeutische Methoden (z.B. Metaphern und Geschichten) als Ergänzung; ein klassisches Vorgehen mit langen Tranceinduktionen und ein entspanntes Liegen ist dabei nicht notwenig. Sie zeigen sich wirksam  bei z.B.:

  • Angststörungen und Phobien
  • Belastungsreaktionen
  • Somatoformen Schmerzstörungen
  • Schlafstörungen

Die durch hypnotherapeutische Methoden induzierten Zustände gehen mit einer Verlangsamung der Atmung, Senkung des Blutdrucks und der Herzrate einher. Diese physiologischen Veränderungen bewirken die tiefe körperliche Entspannung, die auch kennzeichnend für Entspannungsverfahren - wie z.B. die Progressive Muskelrelaxation (PMR) - sind.