Get the Flash Player to see this rotator.Wer ist wer?
Drei Begriffe, denen Sie immer wieder begegnen werden, wenn Sie bei seelischen Problemen und psychischen Beschwerden und Erkrankungen Hilfe suchen. Nachfolgende Informationen helfen Ihnen dabei, den richtigen Ansprechpartner zu finden.
Psychotherapeuten
unterstützten Menschen mit psychologischen Mitteln dabei, seelische Beschwerden bzw. eine psychische Erkrankung durch eine bewusste Auseinandersetzung mit ihren Ursachen und/oder durch gezieltes Einüben neuer Verhaltensweisen zu überwinden.
Psychotherapeuten können Diplom-Psychologen (Psychologischer Psychotherapeut) oder Mediziner (Ärztlicher Psychotherapeut) sein. Voraussetzung ist eine mindestens dreijährige, gesetzlich geregelte, psychotherapeutische Zusatzausbildung, die sie für die Ausübung der Psychotherapie qualifiziert.
Ein Psychologischer Psychotherapeut verordnet keine Medikamente. Er arbeitet häufig methodenübergreifend, d.h. er verbindet Elemente verschiedener Therapieformen zu einem Behandlungskonzept. Die Kombination unterschiedlicher Methoden erlaubt eine auf das Problem bzw. Störung zugeschnittene Behandlung und versucht dadurch jedem Menschen individuell gerecht zu werden.
Falls eine organische Erkrankung mitbehandelt werden muss, oder wenn bei einer psychischen Erkrankung eine Kombination von psychologischer und medikamentöser Therapie notwendig ist, arbeitet der Psychologische Psychotherapeut mit ärztlichen Kollegen zusammen.
Der Beruf des Psychologischen Psychotherapeuten ist seit dem 1. Januar 1999 durch das Psychotherapeutengesetz geregelt. Das Gesetz schützt die Berufsbezeichnung "Psychotherapeut" für diejenigen, die eine Approbation (Berufszulassung) aufgrund des Psychotherapeutengesetzes besitzen und Ärzte mit entsprechender Zusatzausbildung.
Psychologen
beschäftigen sich damit, menschliches Erleben - z.B. Gedanken und Gefühle - und Verhalten zu beschreiben und zu erklären.
Die Berufsbezeichnung "Psychologe" wird von Personen geführt, die über den Abschluss eines Studiums im Fach Psychologie (Diplom-Psychologe) verfügen. Während des Studiums, erwirbt der Psychologe in den verschiedenen Gebieten der Psychologie wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse. Zudem hat er ein umfangreiches Wissen über menschliches Denken, Fühlen, Lernen und Verhalten und auch darüber, wie man dieses verändern kann.
Ein Klinischer Psychologe ist ein Diplompsychologe, der während des Studiums das Hauptfach Klinische Psychologie belegt hat. Er hat die Kompetenzen, psychische Störungen zu diagnostizieren und verfügt über umfangreiche Kenntnisse verschiedener Behandlungskonzepte. Will er eigenverantwortlich Psychotherapie ausüben, macht er eine zusätzliche Fachausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten.
Wenn Sie weitere inhaltliche Details in Bezug auf das Fachwissen interessieren, klicken Sie hier [pdf, 55kb]
Psychiater
behandeln seelische Erkrankungen oder Störungen mit überwiegend medizinischen Methoden. Ein Psychiater hat Medizin studiert.
Nach Abschluss seines Studiums hat er in medizinischen Einrichtungen eine mehrjährige Facharztausbildung zum Psychiater absolviert. Er hat gelernt, psychische Krankheiten zu erkennen und zu behandeln; zumeist mit Medikamenten, den sogenannten Psychopharmaka.
Erst nach einer psychotherapeutischen Zusatzausbildung kann ein Psychiater (oder ein anderer Arzt) auch Psychotherapie ausüben. Er ist dann berechtigt, neben der Facharztbezeichnung die Zusatzbezeichnung "Psychotherapeut" zu führen. In dieser Form ausgebildete Ärzte werden zusammenfassend als "Ärztliche Psychotherapeuten" bezeichnet.